Liebe Würzburgerinnen und Würzburger,
Würzburg ist lebendig, vielfältig und voller Möglichkeiten – und steht vor großen Herausforderungen steht. Die WürzburgSPD und die SPD-Fraktion im Stadtrat haben in den vergangenen Jahren intensiv mitgestaltet, um unsere Stadt sozialer, ökologischer und wirtschaftlich zukunftsfähiger zu gestalten. Mit diesem Wahlprogramm möchten wir Ihnen unsere Vision für die kommenden Jahre vorstellen: eine Stadt, in der alle Generationen gut leben können, Bildung und Kultur für alle zugänglich sind, bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird und Mobilität, Digitalisierung sowie nachhaltige Stadtentwicklung Hand in Hand gehen. Unser Anspruch ist klar: Würzburg soll eine Stadt sein, in der Chancengleichheit, soziale Teilhabe und Zusammenhalt gelebt werden – eine Stadt, die die Potenziale ihrer Bürgerinnen und Bürger erkennt, fördert und schützt. Dabei möchten wir die Erfahrungen aus unserer Arbeit in der letzten Wahlperiode nutzen, auf Erreichtem aufbauen und die nächsten Schritte gemeinsam mit Ihnen gehen. Dieses Programm ist mehr als ein politisches Papier. Es ist ein Versprechen an alle Würzburgerinnen und Würzburger: Wir gestalten unsere Stadt gemeinsam, gerecht und nachhaltig. Ob Familien, junge Menschen, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, mit geringen Einkommen, Beschäftigte und Arbeitgeber:innen – alle Menschen sollen von unserer Politik profitieren. Wir laden Sie ein, mit uns zu diskutieren, Ideen einzubringen und unsere Stadt aktiv mitzugestalten. Lassen Sie uns Würzburg zu einer Stadt machen, in der Sie gerne leben, lernen, arbeiten und die Zukunft gestalten. Wir sind für Sie da: Persönlich immer samstags, an unserem Infostand in der Würzburger Innenstadt, oder per Mail an kontakt@wuerzburg-spd.de.
Ihre WürzburgSPD
Freya Altenhöner, Alexander Kolbow
Hier geht es zum Wahlprogramm (PDF, 46,61 MB)
Wohnraum muss bezahlbar und lebenswert sein – unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Lebenssituation.
Die steigenden Mieten stellen viele vor große Herausforderungen: Junge Menschen, Berufseinsteigerinnen und -einsteiger, Auszubildende, Studierende, Familien und Menschen mit geringerem Einkommen oder Menschen mit Behinderung leiden unter der Situation am meisten.
Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den Neubau von Wohnungen zu fördern, aber auch bestehende Wohnquartiere zu erhalten und nach ökologischen Standards zu modernisieren. Quartiersentwicklung, Nachverdichtung und die Schaffung von generationengerechtem Wohnraum sind zentrale Punkte, damit Würzburg eine Stadt bleibt, in der alle gut leben können.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt unserer Wohnungspolitik ist die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum. Menschen mit Behinderung, Seniorinnen und Senioren oder Familien mit Kinderwagen dürfen nicht an baulichen Hürden scheitern. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass bei Neubauprojekten der Anteil barrierefreier Wohnungen deutlich erhöht wird und auch bei Sanierungen auf Barrierefreiheit geachtet wird.
Konkret unterstützen wir den Aufbau eines Auszubildendenwohnheims in Würzburg und wollen dieses Projekt aktiv voranbringen, damit junge Menschen in unserer Stadt selbstbestimmt leben können.
Ein herausragendes Zukunftsprojekt stellt die Entwicklung der Faulenbergkaserne dar. Dieses Areal bietet die große Chance, ein modernes und urbanes Quartier zu schaffen, das Wohnen, Arbeiten, Kultur und Nahversorgung miteinander verbindet. Wir wollen sicherstellen, dass dort auch zusätzlicher neuer Wohnraum entsteht – selbstverständlich mit einem hohen Anteil an geförderten Wohnungen. Damit entlasten wir den angespannten Würzburger Wohnungsmarkt nachhaltig und schaffen zugleich lebendige Nachbarschaften, die sozial durchmischt und für alle Einkommensgruppen offen sind.
Darüber hinaus möchten wir unsere Stadtbau Würzburg als Städtische Wohnungsbaugesellschaft aktiv nutzen, um sozialen Wohnungsbau und alternative Wohnnformen zu fördern, und Kooperationen mit Wohnungsbaugenossenschaften und anderen privaten Investoren eingehen, die bezahlbaren Wohnraum langfristig sichern. Die Einrichtung eines Leerstandsmanagements halten wir für eine sinnvolle Ergänzung all dieser Maßnahmen.
Eine zukunftsfähige Stadt braucht eine Politik, die alle Generationen gleichermaßen berücksichtigt. Die SPD Würzburg setzt sich dafür ein, dass Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben vorfinden.
Für Kinder und Jugendliche bedeutet das ein umfassendes Bildungs- und Betreuungsangebot. Kita-Plätze müssen in allen Stadtteilen ausreichend und qualitativ hochwertig verfügbar sein. Ganztagsangebote sollen ausgebaut und flexibel gestaltet werden, um Familien zu entlasten. Die Ferienbetreuung an Grundschulen soll fortgeführt und ausgebaut werden, damit Kinder wohnortnah betreut werden und Eltern Planungssicherheit haben. Schulsozialarbeit, schulpsychologische Dienste und Angebote der Berufsberatung an Schulen sind für uns unverzichtbar, um jungen Menschen den Einstieg in Ausbildung, Studium und Beruf zu erleichtern und sie in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen.
Für Familien setzen wir uns für bezahlbaren Wohnraum und wohnortnahe Infrastruktur ein. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein zentrales Anliegen. Flexible Betreuungszeiten, kinderfreundliche Einrichtungen und familiengerechte Stadtplanung sollen allen Familien zugutekommen.
Seniorinnen und Senioren sind ein wertvoller Teil unserer Stadtgesellschaft. Wir wollen ihre Lebensqualität sichern und ihre Teilhabe fördern. Barrierefreie Zugänge zu öffentlichen Einrichtungen, attraktive Freizeitangebote und die Förderung von Nachbarschaftshilfe und Ehrenamt sind wichtige Bausteine einer generationenfreundlichen Stadt. Pflege- und Betreuungsangebote sollen ausgebaut und bedarfsgerecht gestaltet werden.
Die SPD Würzburg möchte generationsübergreifende Orte der Begegnung fördern, in denen Jung und Alt voneinander lernen und gemeinsam aktiv sein können. Kultur-, Sport- und Freizeitangebote sollen so gestaltet sein, dass sie Menschen aller Altersgruppen ansprechen.
Wir verstehen Familienpolitik, Jugendförderung und Seniorenpolitik als miteinander verknüpftes Gesamtkonzept: Nur wenn alle Generationen in ihrer Lebenssituation unterstützt werden, kann Würzburg eine lebenswerte, solidarische und inklusive Stadt für alle sein.
Gleichstellung ist ein zentraler Wert für unsere Stadt und die Grundlage für eine gerechte und inklusive Gesellschaft. Die SPD Würzburg setzt sich konsequent dafür ein, dass Frauen und Männer in allen Lebensbereichen gleichberechtigt sind – sei es in der Arbeit, in der Bildung, in der Politik oder im sozialen Leben.
In der Arbeitswelt bedeutet das: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, gleiche Chancen bei Beförderungen und Führungspositionen sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Stadt Würzburg als Arbeitgeberin hat auch hier eine Vorbildfunktion. Sie soll Maßnahmen umsetzen, die Diskriminierung abbauen und die Chancengleichheit fördern. Dazu zählen flexible Arbeitszeiten, gezielte Programme zur Förderung von Frauen in Führungspositionen und eine faire Personalpolitik.
Wir setzen auf Genderbudgeting, um die Finanzpolitik gezielt zu steuern. So soll sichergestellt werden, dass Mittel gerecht zwischen allen Geschlechtern verteilt werden und finanzielle Entscheidungen der Stadtverwaltung Chancengleichheit fördern.
Auch in Bildungseinrichtungen und in der Kinderbetreuung ist Gleichstellung zentral. Mädchen und Jungen sollen dieselben Möglichkeiten und Unterstützung erhalten, ihre Talente zu entfalten. Bildungsangebote sollen geschlechtergerecht gestaltet sein und stereotype Rollenbilder aufbrechen.
Für Familien, Senioren und junge Menschen ist es wichtig, dass alle generationenübergreifend Zugang zu kulturellen, sozialen und politischen Angeboten haben. Gleichstellungspolitik bedeutet auch, dass Menschen in besonderen Lebenssituationen – etwa Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund oder Menschen mit Behinderung – gezielt unterstützt werden, um Barrieren abzubauen und gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen.
Darüber hinaus engagieren wir uns für eine umfassende Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Gewaltprävention, Schutzangebote und Beratungsstellen sollen flächendeckend ausgebaut und gut erreichbar sein. In der Stadtentwicklung achten wir darauf, dass öffentliche Räume sicher, barrierefrei und für alle zugänglich sind.
Darüber hinaus fordern wir, dass die Stadt bei größeren öffentlichen Veranstaltungen Strukturen schafft, die Sicherheit und Teilhabe gewährleisten. Dazu gehört, dass es vor Ort klar benannte Ansprechpersonen gibt, an die sich Besucherinnen und Besucher wenden können, wenn sie sich unsicher, bedrängt oder bedroht fühlen. Diese Personen sollen geschult sein, niedrigschwellig erreichbar sein und Betroffenen sofortige Unterstützung bieten. Auf diese Weise schaffen wir ein Klima, in dem sich alle Menschen frei und ohne Angst bewegen und feiern können.
Die SPD Würzburg versteht Gleichstellung als Querschnittsaufgabe: Sie durchzieht alle Politikbereiche – von Arbeit über Bildung bis Kultur und Mobilität. Nur eine konsequente Umsetzung in allen Bereichen kann eine Stadt schaffen, in der alle Menschen ihre Potenziale entfalten können und gesellschaftliche Teilhabe real ist.
Würzburg ist eine Stadt der Vielfalt – kulturell, gesellschaftlich und sozial. Die SPD setzt sich dafür ein, dass diese Vielfalt nicht nur anerkannt, sondern aktiv gefördert wird. Vielfalt ist ein Gewinn für unsere Stadt, sie stärkt den Zusammenhalt, bereichert das kulturelle Leben und macht Würzburg zu einem Ort, an dem sich alle Menschen willkommen und sicher fühlen.
Ein wichtiger Aspekt ist die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Wir wollen Programme und Initiativen unterstützen, die Integration in Arbeit, Bildung und Freizeit erleichtern. Dabei sollen Sprachförderung, interkulturelle Bildungsangebote und niedrigschwellige Begegnungsmöglichkeiten im Mittelpunkt stehen. Auch die Zusammenarbeit mit Vereinen, Kirchen und zivilgesellschaftlichen Initiativen ist entscheidend, um Brücken zwischen den Kulturen zu bauen.
Für die SPD ist Gleichberechtigung in all ihren Facetten zentral: Geschlecht, Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung oder Behinderung dürfen keine Barrieren darstellen. Wir setzen uns für eine inklusive Stadt ein, in der alle Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben teilnehmen können. Barrierefreie öffentliche Räume, inklusive Bildungseinrichtungen und eine gleichberechtigte Teilhabe an städtischen Angeboten sind dafür unerlässlich.
Die Stadt soll auch ein sicherer Ort für die LGBTIQ+ Community sein. Wir unterstützen Aufklärungs- und Beratungsangebote, fördern Netzwerke und Veranstaltungen, die Sichtbarkeit schaffen und Diskriminierung entgegenwirken.
Vielfalt bedeutet auch generationenübergreifendes Miteinander. Wir wollen Begegnungsräume schaffen, in denen Jung und Alt voneinander lernen, gemeinsam aktiv sind und sich austauschen können. So entstehen solidarische Strukturen, die das soziale Miteinander stärken und Einsamkeit vorbeugen.
Ein zentraler Bestandteil unserer Politik ist der klare Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Diskriminierung. Sie bedrohen das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt. Die SPD stellt sich entschieden gegen diese Entwicklungen und stärkt Initiativen, Vereine und zivilgesellschaftliche Akteure, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzen. Wir fördern Projekte, die Prävention, Aufklärung und Unterstützung bieten, und treten entschlossen dafür ein, dass Würzburg eine offene, sichere und solidarische Stadt bleibt.
Schließlich sehen wir Vielfalt als Bereicherung für die Wirtschaft und das kulturelle Leben. Unternehmen profitieren von unterschiedlichen Perspektiven, und kulturelle Vielfalt zieht Besucherinnen und Besucher an, stärkt den Tourismus und das Stadtimage. Die SPD Würzburg wird deshalb Vielfalt in allen Bereichen der Stadtpolitik fördern – als Leitprinzip für eine offene, gerechte und zukunftsfähige Stadtgesellschaft.
Damit das kulturelle Leben in Würzburg auch weiterhin bunt und abwechslungsreich bleibt, brauchen wir immer wieder neue Impulse und kreative Ideen. Ein funktionierendes Netzwerk aus Vereinen, Initiativen und freien Kulturträgern ist hierfür essenziell, denn sie leisten einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zur kulturellen Vielfalt.
Wir setzen uns dafür ein, dass Vereine und Initiativen gestärkt werden, etwa durch Zuschüsse, bessere Rahmenbedingungen und Vergünstigungen für Ehrenamtliche. So stellen wir sicher, dass kulturelle Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger möglich ist – unabhängig von Einkommen oder sozialem Status.
Darüber hinaus wollen wir die Finanzierung der freien Kulturszene sichern. Eine feste Quote von fünf Prozent des Kulturhaushaltes soll den freien Kulturträgern zukünftig zur Verfügung stehen. Viele Kulturschaffende sind derzeit chronisch unterfinanziert, obwohl sie einen bedeutenden Beitrag für das Gemeinwohl und die Attraktivität unserer Stadt leisten.
Wir werden bestehende Kulturräume erhalten und neue schaffen. Dabei ist es uns wichtig, dass keine Angebote verloren gehen, wie zum Beispiel durch den geplanten Wegfall der Posthalle. Für entfallende Kulturräume schaffen wir adäquaten Ersatz, um das kulturelle Leben aufrechtzuerhalten.
Ein weiteres zentrales Projekt ist die geplante Multifunktionsarena, die einen wichtigen Standortfaktor für Würzburg darstellt. Bei der Umsetzung achten wir darauf, dass umliegende Wohngebiete, insbesondere in Grombühl, nicht übermäßig belastet werden. Die Anwohnerinnen und Anwohner sollen frühzeitig einbezogen und informiert werden. Gleichzeitig muss die Arena so geplant werden, dass sie vielfältige Veranstaltungen – von Konzerten über Sport bis zu Messen – ermöglichen kann und damit das kulturelle und gesellschaftliche Angebot der Stadt bereichert.
Wir sind uns der schwierigen finanziellen Situation bei der Sanierung des Mainfrankentheaters bewusst. Dennoch stehen wir klar zum Dreispartenhaus, weil es weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt und ein wesentlicher Anker für den gesamten kulturellen Bereich wie auch für die Wirtschaft in Würzburg ist. Das Theater zieht Menschen aus der ganzen Region an, bietet Arbeitsplätze und stärkt die Attraktivität unserer Stadt. Deshalb setzen wir uns weiterhin entschieden für den Erhalt und die zukunftsfähige Weiterentwicklung des Mainfrankentheaters ein.
Kultur ist nicht nur Unterhaltung; sie ist ein Motor für Kreativität, Zusammenhalt und die Attraktivität unserer Stadt. Mit einer starken, gut ausgestatteten Kulturszene können wir Würzburg als lebendige Stadt für alle Generationen erhalten und weiterentwickeln.
Neben der Kultur ist auch der Sport ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Würzburg. Er verbindet Generationen, fördert Integration und schafft Begegnungen, die Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Hintergrund zusammenbringen. Wir setzen uns daher klar für die Förderung des Breitensports ein und wollen die Vereine in unserer Stadt noch stärker unterstützen. Dort engagieren sich unzählige Ehrenamtliche, die mit großem Einsatz sportliche Angebote ermöglichen und damit zugleich wichtige Integrationsarbeit leisten. Dieses Engagement verdient unsere volle politische Rückendeckung.
Der Erhalt unserer Schwimmbäder ist uns ein besonderes Anliegen. Sie sind nicht nur Orte für Freizeit und Sport, sondern auch für Gesundheitsförderung, Sicherheit im Wasser und das Erlernen einer lebenswichtigen Kompetenz – dem Schwimmen. Der Zugang zu Schwimmbädern muss für alle Generationen gesichert bleiben.
Bildung ist das Fundament einer zukunftsfähigen Gesellschaft. Die SPD setzt sich dafür ein, dass alle Menschen in Würzburg Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung haben – von der frühkindlichen Förderung bis zur Erwachsenenbildung.
Frühe Bildung ist ein wichtiges Standbein für die persönliche Entwicklung. Deshalb wollen wir die Zahl der Kita-Plätze in allen Stadtteilen erhöhen und die kommunalen Rahmenbedingungen für Kindertagesstätten verbessern. Ganztagsangebote sollen ausgebaut werden, damit Kinder bestmöglich betreut werden und Eltern Familie und Beruf vereinbaren können. Inklusive Angebote sollen selbstverständlich sein, barrierefreie Zugänge und zusätzliche Fachkräfte sind dafür unabdingbar.
In Schulen setzen wir auf moderne Lernumgebungen, die sowohl das individuelle Lernen fördern als auch soziale Kompetenzen stärken. Wir unterstützen ein umfassendes Schulsanierungsprogramm, das alle Schulen so schnell wie möglich wieder in einen zeitgemäßen Zustand versetzt. Offene und gebundene Ganztagsangebote werden weiter ausgebaut, ebenso wie Ferienbetreuung, damit Kinder verlässliche und wohnortnahe Betreuung erhalten.
Weiter möchten wir drei Mittelschulzentren schaffen, die bestmöglich ausgestattet sind und allen Schülerinnen und Schülern Zugang zu einem M-Zweig bieten, damit die mittlere Reife erreicht werden kann. Die Berufsberatung an Schulen soll gestärkt werden, um den Übergang in Ausbildung oder Studium zu erleichtern. Die Alphabetisierung ist und ein großes Anliegen, da funktionaler Analphabetismus eine große Herausforderung darstellt.
Schulsozialarbeit und schulpsychologische Dienste sind zentrale Elemente, um auf den zunehmenden Druck auf Kinder und Jugendliche angemessen reagieren zu können. Wir wollen den Ausbau dieser Angebote weiter vorantreiben, um eine individuelle Unterstützung sicherzustellen. Kein Kind soll ohne Frühstück in die Schule kommen; deshalb werden wir bestehende Initiativen wie die Kindertafel und EU-geförderte Programme gezielt unterstützen.
Die Zusammenarbeit mit den Hochschulen wollen wir intensivieren. Der gemeinsame Ausschuss aller drei Hochschulen mit der Stadt, dem Studentenwerk und städtischen Tochtergesellschaften hat sich bewährt und soll fortgeführt sowie weiterentwickelt werden. Studierende sollen unterstützt werden, damit sie nach dem Studium in Würzburg bleiben können – durch attraktive Arbeitsplätze, bezahlbaren Wohnraum und eine lebendige Stadtgesellschaft.
Bildung ist nicht nur Aufgabe von Schulen und Hochschulen, sondern findet auf allen Ebenen des Lebens statt. Wir wollen die Erwachsenenbildung stärken, Weiterbildungsmöglichkeiten ausbauen und allen Bürgerinnen und Bürgern Zugang zu Wissen und Qualifikation ermöglichen. So sichern wir die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt und fördern ein starkes, selbstbewusstes und partizipatives Gemeinwesen.
Eine starke, vielfältige Wirtschaft ist das Rückgrat einer lebendigen Stadt. Die SPD Würzburg setzt sich dafür ein, dass Unternehmen aller Größen und Branchen gute Rahmenbedingungen vorfinden, um nachhaltig zu wachsen, Arbeitsplätze zu sichern und innovative Ideen umzusetzen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung eines ausgewogenen Branchenmixes im Einzelhandel. Die Innenstadt soll ein attraktiver Ort für Einkäufe und Begegnungen bleiben, mit Angeboten, die den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Besucherinnen und Besucher gerecht werden. Hierzu gehört, die Nahversorgung in allen Stadtteilen zu sichern, damit niemand weite Wege für Lebensmittel oder Medikamente auf sich nehmen muss. Gleichzeitig wollen wir digitale Lösungen fördern, die Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern neue Chancen eröffnen.
Die Ansiedlung von Zukunftsbranchen, insbesondere aus dem Bereich der Digitalwirtschaft, ist ein weiteres Ziel. Würzburg verfügt über zahlreiche junge Fachkräfte durch die Hochschulen der Stadt. Diese Potenziale wollen wir nutzen, indem wir attraktive Arbeitsplätze schaffen und die Region als Innovationsstandort stärken.
Trotz des Strukturwandels im Handel und in der Industrie setzen wir uns als SPD mit aller Kraft dafür ein, dass von der Schließung bedrohte Unternehmen in Würzburg erhalten bleiben. Beispiele wie Galeria Kaufhof oder Brose zeigen, wie stark wirtschaftliche Veränderungen auch traditionsreiche und bedeutende Arbeitgeber treffen können. Solche Unternehmen sind wichtige Anker für Arbeitsplätze und prägen das soziale Gefüge unserer Stadt. Gemeinsam mit den Beschäftigten, den Gewerkschaften, der Stadtverwaltung und den Betrieben wollen wir Lösungen entwickeln, um Arbeitsplätze zu sichern und Perspektiven für die Zukunft zu schaffen. Auch diese Beispiele zeigen, wie der von der SPD geforderte Transformationsrat für die zukünftige Gestaltung unserer Stadt ist.
Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Würzburg. Mit seiner zentralen Lage, dem historischen Stadtbild und hochwertigen Freizeitangeboten bietet die Stadt beste Voraussetzungen für nachhaltigen Tourismus. Wir wollen den Radtourismus, insbesondere entlang des Mainradwegs, gezielt fördern, durch die Schaffung von Fahrradstellplätzen, attraktiven Services und barrierefreien Angeboten. Gleichzeitig sollen die Maßnahmen so gestaltet werden, dass sie ökologisch verträglich sind und die Stadtökologie nicht belasten.
Die Weiterentwicklung Würzburgs als Kongressstandort ist ein weiterer Baustein unserer Wirtschaftspolitik. Die Renovierung des Frankoniasaals im Congresszentrums sowie die Schaffung eines neuen Veranstaltungs- und Tagungszentrums auf der Festung Marienberg erhöhen die Attraktivität der Stadt für nationale und internationale Tagungen. Begleitend dazu soll ein passendes Hotelangebot entstehen, um den Standort konkurrenzfähig zu machen.
Die SPD setzt sich zudem für eine enge Zusammenarbeit mit dem Umland ein. Infrastrukturprojekte, Flächenmanagement und Wirtschaftsförderung sollen gemeinsam regional geplant und umgesetzt werden, um die Kräfte der Region Mainfranken zu bündeln und nachhaltige Vorteile für alle Beteiligten zu schaffen.
Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für uns auch, dass Arbeitsplätze sozial und tariflich abgesichert sind, und dass öffentliche Aufträge nur an Unternehmen vergeben werden, die faire Arbeitsbedingungen gewährleisten. So tragen wir nicht nur zur wirtschaftlichen, sondern auch zur sozialen Stabilität in Würzburg bei.
Gute Arbeit ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben, gesellschaftliche Teilhabe und eine starke Stadt. Die SPD Würzburg setzt sich dafür ein, dass Arbeitsplätze in unserer Stadt fair, krisenfest und sozial abgesichert sind. Prekäre Arbeitsverhältnisse wie Leiharbeit, sachgrundlose Befristungen, Werkverträge oder Outsourcing sollen nicht die Norm sein. Stattdessen wollen wir qualifizierte Arbeitsplätze mit Tarifbindung, sozialversicherungspflichtig und langfristig gesichert fördern.
Die öffentliche Hand hat dabei eine besondere Verantwortung: Sie soll als Vorbild für andere Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber fungieren. Sozialleistungen, Kantinen, Werkswohnungen und Vergünstigungen für Angestellte in städtischen Unternehmen und Verwaltungen sollen erhalten bleiben. Auch die Universität als größter Arbeitgeber Würzburgs muss ihre Verantwortung für gute Arbeitsbedingungen wahrnehmen.
Die Stadt und ihre Unternehmen haben auch Vorbildfunktion bei der Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung. Die Stadt forciert die Zusammenarbeit mit Inklusionsunternehmen und übernimmt geeignete Mitarbeiter*innen dieser Unternehmen bei entsprechender Bewährung in reguläre Arbeitsverhältnisse.
Zentrale Anliegen sind die Einhaltung des Mindestlohns, geregelte Ruhe- und Arbeitszeiten sowie die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in allen Bereichen. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Öffentliche Aufträge sollen ausschließlich an Unternehmen vergeben werden, die unsere Standards bei Arbeitsbedingungen einhalten, und die Stadt muss die Einhaltung dieser Standards kontinuierlich überwachen.
Wir wollen zudem die Arbeitsplätze der Zukunft aktiv gestalten. Digitalisierung, innovative Technologien und die Ansiedlung von zukunftsorientierten Unternehmen sollen genutzt werden, um attraktive Arbeitsplätze für junge Hochschulabsolventinnen und -absolventen zu schaffen und sie langfristig an Würzburg zu binden.
Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Klimawandel, Globalisierung und neue Arbeitsformen verändern Berufsbilder, Qualifikationen und ganze Branchen. Damit Würzburg diese Transformation erfolgreich meistert, fordern wir als SPD die Einrichtung eines Transformationsrates. Dieser soll in der Stadtverwaltung angesiedelt werden und die Aufgabe haben, die tiefgreifenden Veränderungen in Verwaltung, städtischen Unternehmen und in der lokalen Wirtschaft nachhaltig zu begleiten. Der Rat soll Akteurinnen und Akteure aus Politik, Gewerkschaften, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringen und konkrete Strategien erarbeiten, wie Arbeitsplätze gesichert, Beschäftigte weiterqualifiziert und Chancen neuer Technologien genutzt werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausbildung. Das duale Ausbildungssystem soll gestärkt werden, Berufsschulen und Betriebe, die ein breites Angebot an Ausbildungsberufen bieten, werden unterstützt. Auszubildenden sollen gute Ausbildungsbedingungen und bezahlbarer Wohnraum, zum Beispiel in Form eines Auszubildendenwohnheims, zur Verfügung stehen.
Langzeitarbeitslose sollen gezielt gefördert werden. Dafür setzen wir auf individuelle Betreuung, Qualifizierungsmaßnahmen und eine personell gut ausgestattete Beratung durch die Jobcenter. Ziel ist es, dass alle Menschen in Würzburg eine faire Chance auf Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe haben.
Die Digitalisierung eröffnet den Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt vielfältige Chancen – für Verwaltung, Bildung, Wirtschaft und Freizeit. Wir wollen Würzburg zu einer modernen, digitalen Stadt entwickeln, in der alle Menschen die Vorteile der neuen Technologien nutzen können, ohne ihre sozialen Strukturen oder den Datenschutz zu gefährden.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Verwaltung. Der Service für die Bürgerinnen und Bürger muss verbessert werden: Das möchte die SPD durch die Schaffung von digitalen Angeboten erreichen, die bürgerfreundlich, effizient und barrierefrei sind. Viele Anliegen könnten schon heute online erledigt werden, Anträge und Formulare sollen vollständig digital verfügbar sein. So werden Ressourcen frei, damit der persönliche Kontakt dort erhalten bleibt, wo er gebraucht wird.
Besonders wichtig ist uns der Bereich Arbeit und Fachkräftegewinnung. Derzeit bereitet die Stadtverwaltung ein digitales Onboarding-System für Fach- und Arbeitskräfte vor, das wir als SPD mit initiiert haben und weiter voran treiben. Dieses System soll Menschen, die in Würzburg eine Beschäftigung aufnehmen, digital begleiten – von Wohnungsfragen über Kitaplätze bis hin zu kulturellen Angeboten. So schaffen wir einen modernen, attraktiven Einstieg in unsere Stadtgemeinschaft und erhöhen zugleich die Chancen, dringend benötigte Fachkräfte dauerhaft in Würzburg zu halten.
Wir wollen Unternehmen, insbesondere aus dem Bereich der Digitalwirtschaft, gezielt nach Würzburg holen und die regionale Wirtschaft durch digitale Innovation stärken. Junge Absolventinnen und Absolventen sollen in ihrer Heimatregion attraktive Arbeitsplätze finden, um die Zukunft unserer Stadt aktiv mitzugestalten. Dabei setzen wir auf krisenfeste, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mit fairer Bezahlung und Tarifbindung.
Schulen, Berufsschulen und Hochschulen müssen digitaler und modern aufgestellt sein. Lehrkräfte benötigen Fortbildungen, um digitale Medien eOektiv in Unterricht und Ausbildung einzubinden. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende bestmöglich auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten.
Flexible Arbeitsmodelle erleichtern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und stärken die Lebensqualität. Dabei ist es uns wichtig, klare Regeln und Grenzen für digitale Arbeit zu setzen, um Überlastung und Selbstausbeutung zu verhindern. Die SPD unterstützt deshalb die Entwicklung von Coworking Spaces und Homeoffice-Möglichkeiten.
Für alle Bürgerinnen und Bürger gilt: Digitale Teilhabe muss gewährleistet sein. Das bedeutet nicht nur Zugang zu schnellem Internet, sondern auch digitale Kompetenzen, die es allen ermöglichen, sicher und selbstbestimmt am digitalen Leben teilzunehmen. Die Stadt Würzburg soll als Vorbild vorangehen, digitale Angebote ausbauen und gleichzeitig die digitale Bildung in allen Altersgruppen fördern. Unberührt von allem Vorgenannten fordern wir ein Grundrecht auf analogen Zugang.
Mobilität ist ein Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe – sie entscheidet darüber, ob wir zur Arbeit, zur Schule, zur Kultur oder zu Freunden gelangen können. Unser Ziel ist es, den Verkehr in Würzburg so zu gestalten, dass alle Menschen sicher, klimafreundlich und komfortabel unterwegs sein können.
Deshalb setzen wir auf eine Verkehrswende, die den öffentlichen Nahverkehr stärkt, Rad- und Fußverkehr fördert und den motorisierten Individualverkehr, wo nötig, reduziert.
Besonderes Augenmerk legen wir auf den Ausbau der Straßenbahn. Der Bau der neuen Straßenbahnlinie 6 zum Hubland muss zügig umgesetzt werden. Diese Linie wird nicht nur den Hochschul- und Wissenschaftsstandort besser anbinden, sondern auch angrenzende Stadtteile entlasten und neue Möglichkeiten der Stadtentwicklung eröffnen. Parallel dazu müssen Planungen für einen weiteren Ausbau der Straßenbahn angestoßen werden.
Hinzu kommt, dass derzeit viele Straßenbahnen der alten Generation außer Betrieb gesetzt sind. Wir fordern deshalb die schnelle Anschaffung neuer, zusätzlicher Straßenbahnen, damit Taktzeiten verbessert, Kapazitäten erhöht und das Straßenbahnnetz insgesamt attraktiver wird.
Darüber hinaus setzen wir uns für ein besseres Busangebot ein, insbesondere für mehr Nachtbusse und dichtere Taktungen in den Außenbereichen. Park-and-Ride-Systeme wollen wir gemeinsam mit den Umlandgemeinden ausbauen, damit Pendlerinnen und Pendler bequem auf den ÖPNV umsteigen können.
Die Förderung des Radverkehrs ist ein weiterer Schwerpunkt. Radwege sollen sicher, gut ausgeschildert und kontinuierlich ausgebaut werden. Neue Wohn- und Arbeitsgebiete müssen von Anfang an mit einem attraktiven Radverkehrsnetz verknüpft werden. Fahrradstellplätze an zentralen Punkten, insbesondere an Bahnhöfen, Schulen und Einkaufszentren, sind notwendig, um den Umstieg vom Auto aufs Rad zu erleichtern.
Die SPD setzt auf eine nachhaltige Verkehrsplanung gemeinsam mit Stadt und Landkreis, die den Autoverkehr sinnvoll lenkt, ohne die Mobilität einzuschränken. Parkflächen sollen gezielt, aber umweltverträglich verteilt werden und Carsharing-Angebote sollen flächendeckend verfügbar sein. Auch beim Ausbau von E-Mobilität und Ladeinfrastruktur sehen wir großen Nachholbedarf.
Ein wichtiger Punkt ist die barrierefreie Mobilität. Alle Menschen, egal ob mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Gepäck unterwegs, sollen den öffentlichen Raum nutzen können. Barrierefreie Haltestellen, Ampeln und Wege sind hierbei ein Muss.
Stadtplanung und Verkehrsplanung müssen Hand in Hand gehen, damit Würzburg auch in Zukunft lebenswert, umweltfreundlich und mobil bleibt.
Der Schutz unserer Umwelt und das Engagement für Klimaschutz sind zentrale Aufgaben unserer Stadtpolitik. Würzburg soll eine Stadt werden, die aktiv ihre ökologischen Ressourcen schützt, den CO2-Ausstoß reduziert und gleichzeitig die Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger steigert.
Wir setzen uns dafür ein, dass städtische Neubau- und Sanierungsprojekte ökologische Standards erfüllen. Fassadenbegrünungen tragen nicht nur zur Verbesserung des Stadtklimas bei, sondern erhöhen auch die Aufenthaltsqualität in urbanen Räumen. Ebenso unterstützen und fördern wir die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern, um erneuerbare Energien zu nutzen. Auch kleinere Windanlagen auf geeigneten Dächern sehen wir als Chance, die Energieversorgung dezentral und nachhaltig zu gestalten.
Die Stadt soll eine umfassende Beratung für Bürgerinnen, Unternehmen und Wohnungsbaugesellschaften anbieten, damit Investitionen in erneuerbare Energien, Fassadenbegrünung und nachhaltige Bauweisen fachkundig begleitet werden. Hierdurch sollen innovative Projekte erleichtert und Hemmnisse abgebaut werden.
Darüber hinaus ist der Ausbau von Radwegen, die Förderung von Carsharing und die Unterstützung klimafreundlicher Mobilität ein wichtiger Bestandteil unseres Engagements für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Wir setzen uns für Grünflächen, Parks und die Renaturierung von Flächen entlang des Mains ein, um städtische Hitzeinseln zu reduzieren und Lebensqualität zu steigern.
Für Würzburg als wachsende Stadt gilt: Ökologie und Stadtentwicklung müssen Hand in Hand gehen. Klimaschutz ist nicht nur ein globales Ziel, sondern ein lokales Handeln. Durch konkrete Maßnahmen, Beratung und Förderung möchten wir eine Stadt schaffen, in der nachhaltiges Leben, Arbeiten und Freizeit möglich ist – heute und für kommende Generationen.
Eine lebendige Demokratie lebt von der aktiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die SPD Würzburg setzt sich dafür ein, dass politische Entscheidungen transparent, nachvollziehbar und partizipativ getroffen werden. Nur so kann Vertrauen in die Stadtpolitik entstehen und können alle Menschen ihre Interessen wirksam einbringen.
Wir wollen die Beteiligungsmöglichkeiten auf allen Ebenen ausbauen. Bürgerversammlungen, öffentliche Anhörungen, digitale Beteiligungsplattformen und regelmäßige Dialogformate sollen den direkten Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Bevölkerung fördern. Auch die Einbindung von Schulen, Vereinen, Initiativen und Unternehmen ist uns wichtig, damit unterschiedliche Perspektiven in Entscheidungsprozesse einfließen.
Partizipation endet nicht bei der Mitsprache. Wir setzen uns dafür ein, dass Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt mitwirken können – sei es bei Stadtentwicklungsprojekten, Kultur- und Sportangeboten oder bei der Planung von Infrastrukturmaßnahmen. Besonders junge Menschen wollen wir früh in die kommunale Mitbestimmung einbeziehen, um das Bewusstsein für demokratische Prozesse zu stärken.
Die SPD Würzburg strebt zudem eine Verwaltung an, die bürgernah und serviceorientiert arbeitet. Entscheidungsprozesse sollen transparent sein, Verwaltungshandeln nachvollziehbar und digitale Services leicht zugänglich. So können alle Bürgerinnen und Bürger unkompliziert Informationen erhalten, Anträge stellen oder sich an Projekten beteiligen.
Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, transparente Haushaltsplanung und regelmäßige Berichterstattung soll die Politik für alle verständlich und erlebbar sein. Gleichzeitig wollen wir die Verantwortung der Stadtgesellschaft stärken: Bürgerinnen und Bürger sollen motiviert werden, sich ehrenamtlich zu engagieren und gemeinsam die Stadt mitzugestalten.
Unser Ziel ist klar: Würzburg soll eine Stadt sein, in der demokratische Teilhabe nicht nur ein Schlagwort ist, sondern gelebte Realität – eine Stadt, in der jede Stimme zählt und alle aktiv an der Zukunft ihrer Stadt mitwirken können.
Würzburg ist eine Stadt mit Geschichte, Vielfalt und großem Potenzial. Die SPD Würzburg setzt sich seit jeher dafür ein, dass unsere Stadt für alle Menschen lebenswert, gerecht und zukunftsfähig bleibt. Dieses Wahlprogramm zeigt unsere klaren Ziele und die Wege, auf denen wir diese erreichen wollen – von bezahlbarem Wohnen über Mobilität, Digitalisierung, Bildung und Arbeit bis hin zu Kultur, Umwelt, Gleichstellung und sozialer Stadtentwicklung.
Wir stehen für eine Politik, die die Menschen in den Mittelpunkt stellt. Jede Entscheidung, die wir treffen, soll den Alltag der Bürgerinnen und Bürger verbessern, Chancen eröffnen und den sozialen Zusammenhalt stärken. Wir möchten, dass Würzburg nicht nur wächst, sondern dass dieses Wachstum nachhaltig, sozial gerecht und ökologisch verantwortungsvoll gestaltet wird.
Die kommenden Jahre sind eine Chance: für neue Ideen, für Innovationen und für eine Stadtgesellschaft, die aktiv am politischen Geschehen teilnimmt. Wir wollen alle Akteurinnen und Akteure – von Vereinen über Unternehmen bis zu den engagierten Bürgerinnen und Bürgern – einbeziehen, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.
Wir laden Sie ein, diesen Weg mit uns zu gehen. Lassen Sie uns gemeinsam Würzburg gestalten – als eine Stadt, die Zusammenhalt, Vielfalt und Lebensqualität verbindet, und die ihre Chancen nutzt, um für alle Generationen ein lebenswertes Zuhause zu sein.
Wählen Sie SPD für eine Stadt, die stark, gerecht und zukunftsfähig ist. Gemeinsam können wir Würzburg weiter voranbringen.
Eine Stadt ist nur dann lebenswert, wenn alle Menschen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und sozialen Angeboten haben. Die SPD Würzburg setzt sich dafür ein, dass Daseinsvorsorge in allen Stadtteilen gesichert ist – unabhängig von Alter, Einkommen oder Herkunft. Wir verstehen darunter eine Stadt, in der Bildung, Gesundheit, Mobilität, Kultur und soziale Infrastruktur für alle erreichbar sind.
Zentrale Aufgabe ist dabei die Stärkung der Stadtteile durch ein aktives Quartiersmanagement. In jedem Stadtteil soll es feste Ansprechpersonen geben, die Bedarfe der Bevölkerung erkennen, Maßnahmen koordinieren und die lokale Vernetzung von Einrichtungen, Vereinen und Initiativen fördern. So können Probleme frühzeitig erkannt und gemeinsam Lösungen entwickelt werden. Quartiersmanagement sorgt dafür, dass städtische Projekte passgenau auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort abgestimmt werden. Wir stehen für eine dauerhafte Finanzierung ein.
Die SPD Würzburg will, dass soziale Infrastruktur wie Kindertagesstätten, Schulen, Gesundheitszentren, Senioren- und Jugendtreffs sowie Sport- und Freizeitangebote gleichmäßig verteilt und gut erreichbar sind. Niemand soll benachteiligt werden, nur weil er oder sie in einem bestimmten Stadtteil wohnt. Gleichzeitig setzen wir uns für barrierefreie Zugänge zu allen öffentlichen Einrichtungen ein, damit Menschen mit Einschränkungen aktiv am städtischen Leben teilhaben können.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung von Nachbarschaftsprojekten und ehrenamtlichem Engagement. Nachbarschaftshilfe, Bürgervereine und lokale Initiativen stärken den Zusammenhalt und tragen zu einem lebendigen Miteinander bei. Die Stadtverwaltung soll diese Projekte unterstützen, beispielsweise durch Bereitstellung von Räumen, finanzielle Zuschüsse oder Beratungsangebote.
Die SPD Würzburg verfolgt das Ziel, soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu verbinden. Daseinsvorsorge ist für uns kein Selbstläufer, sondern ein aktives politisches Handeln. Jede Entscheidung über Stadtplanung, Wohnbau, Verkehr oder Infrastruktur soll den Menschen dienen und die Lebensqualität in allen Quartieren verbessern.
Mit einem starken Quartiersmanagement, einer gut vernetzten sozialen Infrastruktur und einer engagierten Stadtgesellschaft wollen wir Würzburg zu einer sozialen Stadt machen – für alle Generationen, für jede Herkunft und für jede Lebenssituation.
Ein gutes Beispiel für gelebte Daseinsvorsorge sind die von der SPD initiierten Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet. Sie stehen für den kostenlosen und unkomplizierten Zugang zu sauberem Wasser im öffentlichen Raum und zeigen, wie wichtig uns die konkrete Verbesserung der Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger ist. Solche Maßnahmen wollen wir insbesondere in den Stadtteilen weiter ausbauen, damit Würzburg noch lebenswerter und sozial gerechter wird.
Darüber hinaus setzen wir uns für mehr Räume und Orte ohne Konsumzwang ein, die insbesondere Menschen mit geringem Einkommen zugutekommen. Solche frei zugänglichen Treffpunkte stärken den sozialen Zusammenhalt und fördern eine inklusive Stadtgesellschaft. Ein Beispiel dafür sind die von der SPD vorgeschlagenen Stadtterrassen am Würzburger Main, die als Orte der Begegnung und Erholung gestaltet werden sollen und das Miteinander im sozialen Raum fördern. Ergänzend fordern wir den Ausbau des von der SPD initiierten Allparteilichen Konfliktmanagements, das als unabhängige Instanz die Interessen der Anwohner*innen und der Feiernden ausgleicht. Ziel ist es, ein friedliches Zusammenleben von Nachbarschaft und städtischem Nachtleben zu gewährleisten und Konflikte frühzeitig zu entschärfen.
Wohnraum muss bezahlbar und lebenswert sein – unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Lebenssituation.
Die steigenden Mieten stellen viele vor große Herausforderungen: Junge Menschen, Berufseinsteigerinnen und -einsteiger, Auszubildende, Studierende, Familien und Menschen mit geringerem Einkommen oder Menschen mit Behinderung leiden unter der Situation am meisten.
Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den Neubau von Wohnungen zu fördern, aber auch bestehende Wohnquartiere zu erhalten und nach ökologischen Standards zu modernisieren. Quartiersentwicklung, Nachverdichtung und die Schaffung von generationengerechtem Wohnraum sind zentrale Punkte, damit Würzburg eine Stadt bleibt, in der alle gut leben können.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt unserer Wohnungspolitik ist die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum. Menschen mit Behinderung, Seniorinnen und Senioren oder Familien mit Kinderwagen dürfen nicht an baulichen Hürden scheitern. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass bei Neubauprojekten der Anteil barrierefreier Wohnungen deutlich erhöht wird und auch bei Sanierungen auf Barrierefreiheit geachtet wird.
Konkret unterstützen wir den Aufbau eines Auszubildendenwohnheims in Würzburg und wollen dieses Projekt aktiv voranbringen, damit junge Menschen in unserer Stadt selbstbestimmt leben können.
Ein herausragendes Zukunftsprojekt stellt die Entwicklung der Faulenbergkaserne dar. Dieses Areal bietet die große Chance, ein modernes und urbanes Quartier zu schaffen, das Wohnen, Arbeiten, Kultur und Nahversorgung miteinander verbindet. Wir wollen sicherstellen, dass dort auch zusätzlicher neuer Wohnraum entsteht – selbstverständlich mit einem hohen Anteil an geförderten Wohnungen. Damit entlasten wir den angespannten Würzburger Wohnungsmarkt nachhaltig und schaffen zugleich lebendige Nachbarschaften, die sozial durchmischt und für alle Einkommensgruppen offen sind.
Darüber hinaus möchten wir unsere Stadtbau Würzburg als Städtische Wohnungsbaugesellschaft aktiv nutzen, um sozialen Wohnungsbau und alternative Wohnnformen zu fördern, und Kooperationen mit Wohnungsbaugenossenschaften und anderen privaten Investoren eingehen, die bezahlbaren Wohnraum langfristig sichern. Die Einrichtung eines Leerstandsmanagements halten wir für eine sinnvolle Ergänzung all dieser Maßnahmen.
Eine zukunftsfähige Stadt braucht eine Politik, die alle Generationen gleichermaßen berücksichtigt. Die SPD Würzburg setzt sich dafür ein, dass Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben vorfinden.
Für Kinder und Jugendliche bedeutet das ein umfassendes Bildungs- und Betreuungsangebot. Kita-Plätze müssen in allen Stadtteilen ausreichend und qualitativ hochwertig verfügbar sein. Ganztagsangebote sollen ausgebaut und flexibel gestaltet werden, um Familien zu entlasten. Die Ferienbetreuung an Grundschulen soll fortgeführt und ausgebaut werden, damit Kinder wohnortnah betreut werden und Eltern Planungssicherheit haben. Schulsozialarbeit, schulpsychologische Dienste und Angebote der Berufsberatung an Schulen sind für uns unverzichtbar, um jungen Menschen den Einstieg in Ausbildung, Studium und Beruf zu erleichtern und sie in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen.
Für Familien setzen wir uns für bezahlbaren Wohnraum und wohnortnahe Infrastruktur ein. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein zentrales Anliegen. Flexible Betreuungszeiten, kinderfreundliche Einrichtungen und familiengerechte Stadtplanung sollen allen Familien zugutekommen.
Seniorinnen und Senioren sind ein wertvoller Teil unserer Stadtgesellschaft. Wir wollen ihre Lebensqualität sichern und ihre Teilhabe fördern. Barrierefreie Zugänge zu öffentlichen Einrichtungen, attraktive Freizeitangebote und die Förderung von Nachbarschaftshilfe und Ehrenamt sind wichtige Bausteine einer generationenfreundlichen Stadt. Pflege- und Betreuungsangebote sollen ausgebaut und bedarfsgerecht gestaltet werden.
Die SPD Würzburg möchte generationsübergreifende Orte der Begegnung fördern, in denen Jung und Alt voneinander lernen und gemeinsam aktiv sein können. Kultur-, Sport- und Freizeitangebote sollen so gestaltet sein, dass sie Menschen aller Altersgruppen ansprechen.
Wir verstehen Familienpolitik, Jugendförderung und Seniorenpolitik als miteinander verknüpftes Gesamtkonzept: Nur wenn alle Generationen in ihrer Lebenssituation unterstützt werden, kann Würzburg eine lebenswerte, solidarische und inklusive Stadt für alle sein.