"Roter Salon" zum Thema "Sexismus in Deutschland"

13. März 2016

Die WürzburgSPD lädt jeden 2. Donnerstag im Monat ein zum "Roten Salon". Hier werden in lockerer Atmosphäre ganz unterschiedliche politische Themen diskutiert.

Im Frauenmonat März war die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Gastgeberin zum Thema „Sexismus in Deutschland – die Debatte nach Köln“.

Nach längerer Diskussion war sich die Mehrheit im "Roten Salon" einig:

Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist offensichtlich immer noch kein Thema. Dabei ist sexualisierte Gewalt gegen Frauen in Deutschland auch außerhalb von Köln, unabhängig von Silvester nichts Neues. Jede 3. Frau hat entsprechende Erfahrungen machen müssen. Der Täter ist in den meisten Fällen kein Fremder. Überwiegend werden Frauen Opfer häuslicher Gewalt.

Neu hingegen ist, dass sich so viele Menschen über sexualisierte Gewalt aufregen – zumindest ein bisschen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen nicht die Opfer, sondern die Täter. „Köln“ hat eine neue, weitgehend rassistisch geprägte Debatte über die Flüchtlingspolitik losgetreten. Ernsthafte, grundsätzliche Überlegungen zum Thema Gewalt gegen Frauen gibt es außerhalb feministischer Kreise kaum.

Wir brauchen zeitnah Programme zur Gewaltprävention, niederschwellige Angebote für Frauen, die von Gewalt bedroht sind oder sie tagtäglich erfahren, deutlich mehr Plätze und eine bessere, gesicherte Finanzierung für unsere Frauenhäuser. Und die Schutzlücken im Straftatbestand sexuelle Nötigung/Vergewaltigung müssen endlich geschlossen werden. NEIN heißt NEIN! Es kann nicht sein, dass Frauen sich zur Wehr setzen müssen und der Täter nur dann bestraft wird, wenn er Gewalt anwendet.

Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache! Wir brauchen einen breiten gesellschaftlichen Diskurs, mit dem Ziel, Gewalt gegen Frauen zu ächten.

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